Lifestyle
Biosiegel- was bedeuten sie wirklich?
von Pinieck, Nadine
6. Juni 2020
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Biosiegel- was bedeuten sie wirklich?

Es gibt inzwischen viele verschiedene Biosiegel. Doch was bedeuten sie wirklich und worauf sollte man achten? Ich stelle hier die wichtigesten kurz und knapp vor. Der Fokus liegt vor allem darauf, was das jeweilige Biosiegel für die Tierhaltung bedeutet.

EU-Ökosiegel

  • Symbol: weißes Blatt auf grünem Untergrund
  • EU-weit gültig
  • einzig gesetzliche Siegel und somit Grundlage für alle andern Biosiegel
  • Kontrolle der Betriebe 1x im Jahr
  • bis zu 5% erlaubter Einsatz von Gentechnik
  • keine Bindung an eigenes Futter
  • Enthornung von Kühen unter Schmerzmittelgabe erlaubt

Naturland-Siegel

  • Symbol: drei grüne Blätter auf weißem Untergrund
  • basisdemokratischer Bauernverband
  • ganzheitliche, systemorientierte Betrachtung der Landwirtschaft
  • Richtlinien müssen vom Erzeuger bis zum Produkt eingehalten werden
  • Kontrolle der Betriebe min. 1x im Jahr von unabhänginge, staatlich anerkannten Kontrollstellen
  • min. 50% eigenes Futter, 100% Biofutter
  • Verbot von Kuhtrainern (=Metallbügel, welcher Tiere beim Koten/Urinieren zum Zurücktreten in den Mistkanal zwingen soll)

Bioland-Siegel

  • Symbol: weißer Schriftzug „Bioland“ auf grünem Untergrund
  • führneder Anbauverband Deutschlands
  • steht für die Erhaltung und Entwicklung freier bäuerlicher Strukturen
  • Wirtschaftsweise basiert auf einer Kreislaufwirtschaft
  • Richtlinien müssen vom Erzeuger bis zum Produkt eingehalten werden
  • Kontrolle der Betriebe min. 1x im Jahr von unabhängigen, staatlich anerkannten Kontrollstellen plus unangekündigte Stichproben
  • min. 50% eigenes Futter, 100% Biofutter
  • Verbot von Kuhtrainern

demeter-Siegel

  • Symbol: weißer Schriftzug „demeter“ auf orangenem Untergrund
  • lückenlose Kontrolle entlang der gesamten Wertschöüfungskette
  • nur sinnvolle und wertvolle Produkte werden zugelassen
  • Bauernhof wird als lebendiger, einzigartiger Organismus verstanden
  • Kontrolle der Betriebe min. 1x im Jahr von unabhängigen, staatlich anerkannten Kontrollstellen
  • min. 50% eigenes Futter, 100% Biofutter, min. 50% des Futters muss demeter-Qualität haben
  • Verbot von Kuhtrainern und Enthornung der Kühe

Fazit: wer sich eingehender mit dem Thema Tierwohl beschäftigt, wird nicht darum herum kommen, auf Biosiegel beim Kauf tierischer Produkte zu achten!

Wer sonst weitere Fragen rund um das Thema „gesunde“ und vor allem ausgewogene Ernährung hat, schaut doch einfach mal bei meinen anderen Blogbeiträgen vorbei! Gerne stehe ich auch persönlich für individuelle Fragen bereit!

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